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Mittwoch, 23. September 2026


🗓 Mittwoch 19.00 Uhr
📍 Paranoia City, Ankerstrasse 12 8004 Zürich

„Als ihre Mutter für ein paar Wochen verreist, kehrt die Erzählerin aus der Stadt nach Hause zurück, ins Bergdorf Wengen, sie soll sich um den Garten kümmern. Dabei wollte sie es doch hinter sich lassen, das Dorf, um in der Stadt zu studieren und aus dem Bergdorfkind eine Stadtfrau zu machen. Es ist ein heisser, regenloser Sommer, begleitet wird sie von einem kleinen Hund und dem tief verwurzelten Misstrauen gegenüber dem Ort, an dem sie aufgewachsen ist. Ein Ort, der vom Verlust des Vaters geprägt ist und für den der Begriff «Heimat» nicht so recht passen mag.

Während die Berge bröckeln, die Gletscher schmelzen und ein Bauprojekt die Lebenswelt der Dorfbewohner:innen erschüttert, durchstreift die Erzählerin die Alpen. Und mit der Zeit erobert sie sich ihren Platz zurück in diesem felsigen Terrain, das zunehmend an Bedrohlichkeit verliert.

In einer dichten, tastenden Sprache zeichnet Janica Irina Madjar den Weg einer Wiederannäherung nach und zeigt, wie Zuversicht dort entstehen kann, wo sich Beständiges aufzulösen droht.“

Diese Anthologie bietet keine einfachen Antworten, sondern ehrliche Reflexionen darüber, was es bedeutet, an einem Ort zu leben, an dem sich die Verhältnisse ständig ändern. Sie finden darin Geschichten über Widerstand und Widerstandsfähigkeit, über zurückgewonnene Erinnerungen und über Gemeinschaften, die sich weigern, ausgelöscht zu werden. Vor allem erinnern uns diese Werke daran, dass in der Unvollkommenheit Kraft liegt und dass selbst an den chaotischsten Orten Kreativität neue Möglichkeiten schaffen kann. Der Titel „The Shit and the Sunrise” ist Wura- Natasha Ogunjis ergreifendem Werk entlehnt und lädt uns ein, das dynamische und sich ständig verändernde Herz von Lagos und ganz Nigeria kennenzulernen. Durch das Leben und Werk talentierter Künstler erleben wir diesen Ort (diese Orte) in einer chaotischen Mischung aus Hoffnung und Verzweiflung. Wir beschäftigen uns mit Stimmen aus Lagos, Abuja und darüber hinaus, die sich alle mit der Spannung zwischen Träumen und Überleben unter dem Gewicht von Diskriminierung, soziopolitischer Ungleichheit und Unterdrückung auseinandersetzen.“

Anmeldungen unter:

Rollstuhlrampe vorhanden. Weitere Informationen finden auf unserer Website oder kontaktiere uns unter: /+41442413705


Eintritt frei, auf Kollektenbasis